Heimpleite gegen Tabellendritten – Sorry für die Leistung

WORMS – „Wir müssen uns als Mannschaft für diese Vorstellung bei allen Fans entschuldigen“, sagt der Trainer der HSG Worms, Marco Tremmel, im Nachgang der Oberliga-Partie gegen die HSG Völklingen. Gegen den Tabellendritten in Deutschlands vierter Liga musste sich die Tremmel-Sieben nach einer ganz schwachen Leistung vor heimischem Publikum mit 22:31 (10:13) geschlagen geben. „Das Ergebnis geht auch in dieser Deutlichkeit völlig in Ordnung. Wir haben spielerisch und von der Einstellung her an das schwache – aber zumindest erfolgreiche – Spiel in Friesenheim angeknüpft und gegen einen deutlich stärkeren Gegner die Quittung dafür bekommen“, ärgert sich der Wormser Mannschaftsverantwortliche.

Obwohl der Trainer in der Vorbereitung auf das Duell mit den Saarländern eindringlich vor deren Angriffsachse im Rückraum und am Kreis gewarnt hatte, fehlte den HSGler in der Abwehr vom Anpfiff weg der Zugriff. Völklingen nahm sich für jeden Angriff reichlich Zeit, bereitete jede Aktion durchdacht vor und kam mit Anziehen des Tempos zum Torerfolg. Denn die Abwehr der Hausherren agierte viel zu passiv, um den Gegner am Torewerfen zu hindern. Weil im Angriff dann auch noch die Durchschlagskraft gegen eine gut organisierte Völklinger Abwehr fehlte und die sich bietenden Chancen zu oft vergeben wurden, zeichnete bereits im ersten Durchgang eine Niederlage ab. „Wir haben von der Körpersprache her nicht wirklich gezeigt, dass wir unseren Fans heute einen Sieg schenken wollen. Und da kann ich leider keinen einzigen Spieler aus der Kritik nehmen, jeder der eingewechselt wurde hat heute nicht seine Leistung gebracht“, kommentiert Marco Tremmel, dessen Halbzeitansprache beim Spielstand von 10:13 dementsprechend deutlich ausgefallen war.

Doch wer glaube nach dem Weckruf in der Pause eine Reaktion zu sehen, der wurde getäuscht. Im Gegenteil: Das Wormser Spiel wurde von Minute zu Minute schlechter, ebenso die Körpersprache. Dabei war mit Blick auf den Drei-Tore-Rückstand zunächst noch alles drin. Doch gefühlt waren die Gäste an diesem mehr als gebrauchten Tag eine Klasse besser. Völklingen nutzte das Dauerformtief des Gegners aus und vollführte den HSGler eine Lehrstunde in Sachen Konsequenz im Angriff. „Wir sind in der zweiten Halbzeit untergegangen, das ist für mich unverständlich“, ärgert sich Marco Tremmel, der nun eine Reaktion seiner Mannschaft erwartet. „Wir haben etwas gut zu machen – das gilt für uns als Team, aber besonders für die Fans.“

Die erste Gelegenheit bietet sich bereits am kommenden Samstag, wenn die HSG zum Tabellenletzten TV Homburg reist. Dieses Spiel tritt die Mannschaft mit einem Reisebus an. Fans können die Mannschaft mit dem Bus begleiten. Für nur zehn Euro sind Fahrt und Verpflegung inklusive. Anmeldungen erfolgen über Florian Stenner oder Anette Bleser.

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