Illtal entführt die Punkte – obwohl die Wende in der Luft lag

WORMS – Wieder einmal wie schon häufiger in der laufenden Handball-Oberligasaison hat sich die HSG Worms selbst um den verdienten Lohn gebracht. Im Heimspiel gegen die Handballfreunde Illtal verloren die HSGler trotz einer mit zunehmender Spieldauer immer besser werdenden Leistung am Ende knapp mit 29:31 (12:16). „Trotz miserablem Start hat die Mannschaft Moral gezeigt und sich ins Spiel gekämpft. Dass wir gegen eine starke Illtaler Mannschaft mehrmals die Chance hatten das Spiel zu drehen und es durch ganz schlimme individuelle Fehler selbst verbockt haben, das ist einfach nur ärgerlich“, resümiert HSG-Trainer Marco Tremmel.

Wie vermeidbar die Niederlage tatsächlich war, macht besonders die Anfangsphase der Begegnung deutlich. Obwohl der Wormser Trainer in der Vorbereitung auf das Duell mit den Zebras beinahe jede Aktion in der taktischen Analyse vorausgesagt hatte, fehlte der Mannschaft in der Defensive komplett der Zugriff. Immer wieder konnte Illtal übers Zentrum Tore werfen. „Wir wollten das Zentrum komplett schließen und den Gegner zum Spiel über die Außen zwingen. Das hat nicht geklappt, ebenso wie die Offensive mit veränderter Anfangsaufstellung“, kommentiert Marco Tremmel den 4:8-Fehlstart (15.). Einziger Lichtblick in Durchgang eins war Rechtsaußen Luca Steinführer, der nach seiner Einwechslung für Alex Eusterholz einige sehenswerte Treffer erzielen konnte. Daneben parierte auch Adrian Taday einige Illtaler Würfe, sodass es beim Vier-Tore-Rückstand beim Pausenpfiff blieb.

„Wir mussten in der Kabine einiges besprechen und vieles verändert“, berichtet Marco Tremmel von seiner Halbzeitansprache. Diese zeigte dann auch mit leichter Verspätung Wirkung. Bis zur 43. Minute plätscherte das Spiel vor sich hin, ehe die HSG mit der Unterstützung der Fans zur Aufholjagd ansetzte. Die Abwehr und Torwart Adrian Taday zwangen Illtal zu Fehlversuchen und der Angriff der Wormser Drachen präsentierte sich von der einen auf die andere Minute effizient. Als Fabian Markert in der 48. Minute den 24:25-Anschlusstreffer für seine Farben markierte, stand die Halle Kopf. Eine glatt Rote Karte sowie eine Zeitstrafe sorgten zusätzlich für eine doppelte Überzahl der HSG. Doch in diesem entscheidenden Monat des Spiels versagten den HSGlern die Nerven. Anstatt die Partie zu drehen machte man individuelle Fehler, sodass Illtal wieder auf drei Tore davonziehen konnte. „Da hat man gemerkt, dass wir noch in einem Lernprozess stecken. In einer Phase in der es läuft, drehen wir das Spiel garantiert. So machen wir unnötige Fehler und machen einen schwer angeschlagenen Gegner wieder stark“, ärgert sich Marco Tremmel. Am Ende verlor die HSG 29:31 und erntete Anerkennung vom gegnerischen Trainer, aber keine Punkte. Wie so oft in der bisherigen Saison. „Wir haben jetzt am Samstag gegen Offenbach und am Sonntag drauf gegen Mülheim noch zwei Mal die Chance daheim zu punkten. Wir werden alles dafür tun und hoffen auf die Unterstützung der Fans“; sagt Marco Tremmel.

Im Nachgang zur Partie gegen Offenbach wiederholt der Verein übrigens die Apres-Ski-Partie. Wie bereits nach dem Illtal-Spiel lädt die HSG zu einer Party im Foyer ein.

 

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: