Schwarzer Tag in Budenheim – Gute Besserung Luca!

Immer wieder Budenheim: Im Vorfeld des Rheinhessenduells in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar bezeichneten die Handballer der HSG Worms den Lokalrivalen Sportfreunde Budenheim als „Angstgegner“. Dass diese Bezeichnung mehr als zutreffend ist, bewahrheitete sich am Wochenende auf’s Neue. Beim so stark gestarteten Gegner aus Budenheim (10:2 Punkte vor dem Derby) gingen die Wormser mit 28:20 (11:11) unter. „Das Ergebnis lässt bereits Schlimmes vermuten, die unglaublich schwache Leistung im zweiten Durchgang schlägt sich im Ergebnis allerdings nicht nieder“, kommentiert Florian Stenner in seiner Funktion als sportlicher Leiter die Geschehnisse. „Das war leider ein ganz schwarzer Tag für den Wormser Handball und ein Rückschlag, den wir erst einmal verdauen müssen.“

Zu Beginn der Partie sah das alles ganz anders aus. Denn die HSG war zunächst die spielbestimmende Mannschaft, die zwischenzeitlich sogar mit drei Toren in Führung lag (9:6, 22.). Das war allerdings weniger auf die Formstärke der Gäste zurückzuführen, sondern viel mehr auf die anfängliche Schwäche des Gegners. „Die Abwehr war in Ordnung, aber im Angriff sind wir mit viel zu wenig Tempo zu Werke gegangen“, kommentiert HSG-Trainer Gerd Zimmermann das Spiel seiner Mannschaft. Dennoch gelang es den Gästen, mit einem 11:11-Unentschieden und als leicht bessere Mannschaft in die Pause zu gehen. Nach dem Seitenwechsel schlug das Pendel dann aber schnell in Richtung der Hausherren. Denn der Zugriff im Wormser Deckungsverbund fehlte gänzlich. Einfache Tore aus dem Rückraum und erfolgreich abgeschlossene Kombinationen über den Kreis waren die Folge. Bei eigenem Ballbesitz lief nach dem Seitenwechsel ebenfalls nichts mehr zusammen. Egal welcher HSGler welche Position bespielte, Budenheim hatte die Gäste aus der Nibelungenstadt komplett im Griff. Nach 18 Minuten im zweiten Durchgang brachte es die HSG auf gerade einmal vier eigene Treffer. „So gewinnst du bei den Sportfreunden keinen Blumentopf. Das war von außen bitter mit anzusehen“, konstatiert Florian Stenner. Noch bitterer als der Auftritt in Durchgang zwei war allerdings eine Szene, die vielen Zuschauern den Atem stocken ließ. Rechtaußen Luca Steinführer, der bereits nach sechs Minuten bösartig gefoult wurde und völlig zurecht einen Platzverweis des Gegenspielers zog, verletzte sich ohne Fremdeinwirkung bei einer Abwehraktion. „Er hat sich das Knie verdreht und wird am Dienstag per MRT untersucht“, berichtet der sportliche Leiter und bringt seine Hoffnung zum Ausdruck, „dass Luca nach Fabi Russ nicht der zweite Linkshänder mit einer langen Ausfalldauer sein wird. Wir wünschen Luca eine gute Besserung.“ Am Ende war die Verletzung von Luca Steinführer die Krönung eines mehr als gebrauchten Tages auf Seiten der Wormser. Das sah auch Gerd Zimmermann so, der für das nächste Heimspiel gegen die HSG Völklingen (Sonntag, 22.10, 17 Uhr Kerschensteiner Schule) Wiedergutmachung verspricht: „Die Fans werden dann wieder eine ganz andere Mannschaft sehen. Wir hoffen natürlich auf einen Einsatz von Luca, aber bis zur Diagnose ist daran nicht zu denken. Gute Besserung, Luca.“

Aufstellung: Gieger, Elgert, Schwarzer, Steinführer, Eusterholz, Kurka, Balaz, Zimmermann, Schloß, D. Markert, F. Markert, Brestrich, Christmann, Metzdorf

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