Sensation knapp verpasst – 26:27-Niederlage beim SV Zweibrücken

ZWEIBRÜCKEN – Im Handball können wenige Sekunden über Sieg und Niederlage entscheiden – so geschehen beim Oberliga-Auswärtsspiel der HSG Worms beim SV Zweibrücken. In einer komplett ausgeglichenen Partie mit ständigen wechselnder Führungen gingen die Gäste aus der Nibelungenstadt nach einer hochemotionalen Schlussphase als unverdienter Verlierer vom Feld, die 64er gewannen dank einer doppelten Überzahl in der finalen Phase des Spiels mit einem Tor: 26:27 lautete der Endstand aus Sicht der enttäuschten Gäste. „Wir haben bei einer der stärksten Heimmannschaften der Liga ein richtig gutes Auswärtsspiel abgeliefert und uns leider nicht belohnt“, bilanziert HSG-Trainer Marco Tremmel und führt aus: „Aufgrund der Chancenverwertung in der ersten Halbzeit hätten wir es selbst in der Hand gehabt, was dann in der zweiten Halbzeit an Pfiffen kam, darauf hatten wir dann natürlich keinen Einfluss. Aber diverse Entscheidungen zu passenden Momenten waren schon sehr ärgerlich.“

Aber von vorne: Obwohl beide Mannschaften eigentlich zu den offensivstärksten Teams in Deutschlands vierter Liga gehören, begann das Duell mehr als schleppen. Nach zehn Minuten lag die HSG mit 2:3 im Rückstand. Technische Fehler bei eigenem Ballbesitz und gute Torhüter auf beiden Seiten, darunter auch der erst 18-jähirge Adrian Taday auf Seiten der Wormser, sorgten für ausbleibende Tore. Doch mit zunehmender Spieldauer gewannen beide Mannschaften an Treffsicherheit und lieferten sich ein Duell mit offenem Visier. HSG-Mittelmann Tayfun Tok, der anstelle von Denis Markert begann, dirigierte die Wormser Offensive. Doch sich bietende Torchancen aus allen Lagen wurden teils fahrlässig vergeben von den Wromser Drachen. Auf Seiten der Zweibrücker arbeitete das Kollektiv vorbildlich und nutzte das Unvermögen des Gegners im Torabschluss. „Eine 4 – 5 Toreführung für uns wäre drin gewesen“, bemängelte Marco Trainer den Chancenwucher seiner Mannen. Eben das hatte der Trainer dann auch in der Kabine in der Halbzeitpause angesprochen, lag die HSG doch mit 13:14 zurück.

Bei diesem knappen Rückstand blieb es dann auch bis zur 50. Spielminute, auch weil die Unparteiischen nicht den besten Tag erwischten in Sachen Zweikampfbewertung. „Hüben wie drüben hätten ein paar mehr Zeitstrafen sicherlich sein dürfen oder gar müssen“, sagt Marco Tremmel, ohne die Pfiffe als Ausrede für die eigene Chancenverwertung in Durchgang eins anzuführen. Doch waren auch auch die Wormser Zuschauer fassungslos, was sich dann in der finalen Phase der Partie ereignete. Angeführt von einem wie wild kämpfenden Fabian Markert drehte die HSG das Spiel und ging vier Minuten vor Schluss mit zwei Toren in Führung. Marvin Seyfried erzielte dann sogar noch die Drei-Tore-Führung, die allerdings wegen Betreten des Wurfkreises nicht anerkannt wurde. Es folge ein diskutables Stürmerfoul gegen den Wormser Linksaußen sowie zwei Zeitstrafen in Folge gegen Worms. Zweibrücken wusste die doppelte Überzahl geschickt zu nutzen und profitiere dann von individuellen Fehlern der HSGler. Durch einen 3:0-Lauf der Hausherren endete die Partie schließlich mit 26:27. „Wir müssen diese unverdiente Niederlage jetzt erst einmal verarbeiten. Aber wir geben weiter Gas und wollen die bevorstehenden Heimspiele nutzen, um noch einmal Punkte zu sammeln. Dafür brauchen wir aber unbedingt die Unterstützung der Fans, denn die Gegner sind richtig gut“, sagt Marco Tremmel.

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